Deutschland

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Die Anfänge der über 2 tausend Jahre alten Weinkultur in Deutschland wurden von den Römern an Rhein, Neckar und Mosel, gelegt, auch wenn vorher schon Wein getrunken und importiert wurden. Entscheidende Impulse kamen von Karl dem Großen und den zahlreichen Klöstern (Koster Eberbach wurde 1136 gegründet) die den Weinbau perfektionierten. Um 1400 hatte der Weinbau mit einer Größe von 300.00 Hektar Rebfläche seine größte Ausdehnung erreicht (etwa 3 mal soviel, wie heute). Die Reblausplage setzte dieser Blüte ein vorübergehendes Ende. Aufgrund der klimatischen Gegebenheiten dieser nördlichen Anbaugebiete, müssen die Lagen und kleinklimatischen Voraussetzungen mit Sorgfalt gewählt werden. Aus diesem Grunde finden sich viele Anbaugebiete direkt an Flüssen gelegen. Doch durch diese klimatischen Verhältnisse bilden die Weißweine in guten Jahren eine subtile Harmonie zwischen Fruchtsäure und Fruchtzucker. Legendäre Riesling-Gewächse geben davon weltweit Zeugnis und werden hoch geschätzt. Zunehmend erreichen auch viele Weiß- und Grauburgunder ein erstaunliches Qualitätsniveau.  Spitzenwinzern gelingt es auch immer häufiger beeindruckende Rotweine von internationalem Format zu erzeugen. Dies ist nicht zuletzt möglich durch eine hochklassige Ausbildung der deutschen Jung-Winzer, die auch immer öfter ihre Lehrjahre im Ausland verbringen.

Das neue deutsche Weingesetz von 1970 hat zwar die vormals ca 25.000 individuellen Weinbergs-Namen auf etwa 3.000 Lagennamen reduziert. Dabei erfolgt jedoch keine erkennbare Unterscheidung zwischen einer wertvollen Einzellage und einer Großlage, die alle Weine aus zahlreichen minderen Weinbaugemeinden umfaßt. Auch sind für die einzelnen Qualitätskategorien (Kabinett, Spätlese, Auslese...), je nach Anbaugebiet, verschiedenen Mindestmostgewichte (Öchslegrade = das spezifische Mostgewicht gegenüber Wasser) vorgeschrieben. Diese Kategorien geben jedoch keine Auskunft über die Qualität innerhalb der Kategorien. So kann ein Most gerade noch Spätlese-Qualität erreicht haben oder schon fast Auslese-Charakter besitzen. Entscheiden sind die Qualitätsanstrengunen und - anforderungen, die die einzelnen Winzer innerbetrieblich festlegen. So stufen  nicht wenige Weingüter ihre Moste, die den festgelegten Ansprüchen nicht genügen, in die nächst niedrigere Kategorie ab.

Geographische Definition: Anbaugebiet - Bereich - Großlage - Einzellage

Qualitätskategorien: Deutscher Tafelwein - Landwein - Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA) - Qualitätswein mit Prädikat (Kabinett - Spätlese - Auslese - Beerenauslese - Trockenbeerenauslese ) Eiswein ist eine Variante der Auslese, in der Trauben gefroren gelesen und verarbeitet werden.

Das Prädikat sagt übrigens nichts über den Restzuckergehalt im fertigen Wein aus. So kann eine Spätlese oder Auslese durchaus auch trocken ausgebaut sein. Mit zunehmendem Zuckergehalt des Mostes werden die Lebensbedingungen der Hefe jedoch immer schwieriger, um auch z.B. Beerenauslesen oder Trockenbeerenauslesen halbwegs trocken durchzugären (was ja auch schade wäre, oder ?)